Samstag, 25. Februar 2012

Meine persönlichen Oscar Favoriten


Bester Film:

The Tree of Life
The Tree of Life ist zu allererst ein wunderschöner Film, aneinander gereihte beeindruckende Naturaufnahmen. In einer 20min Sequenz wird die Entstehung des Universums gezeigt ganz ohne Kommentar so das sie komplett auf den Zuschauer wirken kann. Der Verlust der Unschuld der wie auch in Malicks vorherigen Filmen die Hauptthematik ist wird hier als prägender Abschnitt auf dem Weg zum Erwachsen werden gezeigt. In The Tree of Life ist der Protagonist auf der Suche nach etwas höherem eben auch göttlichen ohne dabei in ein esoterisches Klischee zu fallen.

Beste Regie:

Terrence Malick- The Tree  of Life
In den 60er Jahren  arbeitete malick als Lehrer und unter anderem Heideggers “Vom Wesen der Wahrheit“ ins Englische übersetzt. Malick gilt als scheu und kompliziert, in den 40 Jahren seines künstlerischen Schaffens hat er 5 Filme gemacht bis in die 90er Jahre hatte die Öffentlichkeit kein aktuelles Foto von ihm, Malick ist unter Filmschaffenden so etwas wie ein kleiner Mythos. An The Tree of Life hat er 6 Jahre gearbeitet, 3 davon verbrachte er alleine im Schnittraum. The Tree of Life lässt sich sofort in die letzten beiden Filme von ihm einreihen da es in „Der schmale Grat“ um den Krieg „The New World“ die letzte unentdeckte Welt und den damit verbundenen Tod und nun in Tree of Life um das Leben selbst geht. In Cannes bekam er schon die Palme d´Or dafür.

Bester Hauptdarsteller:

Gary Oldman
Die Wahrscheinlichkeit das Oldman gewinnt ist wohl eher gering aber für mich ist er der absolute Favorit. Er hatte schon so viele tolle Rollen und ist als Fiesling sowieso einer der besten Schauspieler, und eine Thematik wie die in „Dame,König,As,Spion“ so gut und spannend zu tragen ist eine echte Leistung.

Beste Hauptdarstellerin:

Merryl Streep
Ich bin zwar nicht unbedingt von „Die eiserne Lady“ begeistert da für meinen Geschmack nicht genug Kritik an Thatcher geübt wurde aber Streep´s Leistung ist großartig. Schon 17mal wurde sie nominiert so oft wie sonst keine andere Schauspielerin und zweimal hat sie schon gewonnen, da könnte man meinen man hat schon alles von ihr gesehen aber ihre Interpretation von Magareth Thatcher ist wirklich makellos und somit ist sie auch zurecht absolute Favoritin nicht nur für mich.

Bester Nebendarsteller:

Christopher Plummer
Plummer spielt in Beginner´s  Hal den krebskranken Vater von Oliver, Ewan McGregor, 45 Jahre war er mit dessen Mutter verheiratet bis er sich nach deren Tod zu seiner Homosexualität bekannte und  begann sein Leben zu genießen ab diesem Moment wird die Beziehung zwischen Vater und Sohn enger da Hal Oliver die schönen Seiten des Lebens aufzeigt. Diese Beziehung wird allerdings jäh beendet da Hal an Krebs erkrankt ist und kurz darauf stirbt, aber durch die gemeinsame Zeit mit ihm beginnt Oliver das Leben neu zu überdenken und seine Kindheit und Jugend zu hinterfragen. Christopher Plummer war letztes Jahr schon für seine Darstellung des Tolstoi nominiert unterlag aber dem überragenden Christian Bale. Dieses Jahr ist er Favorit und wenn man seine Liste an Filmen anschaut weiß man auch warum. 

Beste Nebendarstellerin:

Jessica Chastain
In dem Rassismus Drama The Help spielt Chastain eine Südstaaten Lady allerdings ist das nicht die einzig großartige Rolle von ihr dieses jahr. Sie spielte die Mutter in Tree of Life und eine junge Mossad Agentin in Eine offene Rechnung. Egal was für eine Rolle Chastain fasziniert.

Trotz allem muss ich sagen das ich dieses Jahr doch sehr enttäuscht war von den Nominierungen der Academy, Clint Eastwoods „J.Edgar“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle bekam nicht eine Nominierung ebenso wenig wurde Cronenbergs „Eine dunkle Begierde“ berücksichtigt oder Charlize Theron´s "Young Adult" und sogar Angelina Jolie´s (sonst ist die Actress sozusagen Academy Liebling) "In the Land of Blood and Honey" wurde nicht nominiert. Besonders verwundert war ich über die „nicht Nominierung“ von Michael Fassbender immerhin überschlugen sich sämtliche Kritiker, zurecht, für seine Leistung in „Shame“ auch wenn die Thematik dieses Film´s nicht jeden anspricht und ganz besonders kein amerikanisches Publikum hätte man ihn berücksichtigen müssen! Alles in allem dominieren die üblichen (amerikanischen) Verdächtigen, gute Filme und Schauspieler sind es natürlich trotzdem aber ein bisschen mehr Mut und Jugend täte der Academy ganz gut. Zum Glück gibt es für sowas ja europäische Filmfestivals und Preise!

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